Dr. med. Gerrett Brief - Facharzt für Augenheilkunde

LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis)

Die LASIK ist gemäß den Richtlinien der Kommission für Refraktive Chirurgie Deutschland (KRC) grundsätzlich geeignet zur Beseitigung der:


  • Kurzsichtigkeit bis -8 Dioptrien,
  • Weitsichtigkeit bis +4 Dioptrien,
  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis -5 Dioptrien.

Schema


Excimer-Abtrag

Bei der LASIK-OP wird zunächst ein 120 bis 140µm dicker Hornhautdeckel mittels einer oszillierenden Stahlklinge eines Mikrokeratoms präpariert.


LASIK-OP-Schema

Dann wird der Deckel zur Seite hin aufgeklappt und der eigentliche Hornhautdickenabtrag mittels eines Excimer-Lasers durchgeführt.

Im Anschluss daran wird der Hornhautdeckel wieder zurückgeklappt.

Dieser wirkt dann wie eine Kontaktlinse und verhindert damit eine Reizung der behandelten Hornhautfläche (sog. „Tiefenbehandlung“, vgl. mit „Oberflächenbehandlung / LASEK /PRK“).

Dadurch treten postoperativ kaum Schmerzen auf und auch die postoperative visuelle Rekonvaleszenzzeit ist gegenüber der LASEK/PRK deutlich auf 4-5 Tage verkürzt.


Laser-Abtragungsprofile:

plano-scan-LASIK:

beim plano-scan wird das Hornhautgewebe gleichmäßig eben durch den Laserstrahl abgetragen. Dieses Verfahren wird oft auch als „Standard-LASIK“ bezeichnet.

asphärische-LASIK:

beim aspärischen Profil wird das Hornhautgewebe ovalär, ähnlich einem American Football, durch einen "flying spot" Laserstrahl abgetragen. Damit wird ein verbessertes Kontrastsehen z.B. in der Dämmerung erzielt.

gewebssparende-LASIK(„tissue-saving“):

beim „tissue-saving“-Profil wird durch einen besonderen mathematischen Algorhythmus das Hornhautgewebe besonders schonend und damit gewebesparend durch den Laserstrahl abgetragen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn präoperativ eine grenzwertige und damit für die „Standard-LASIK“ eine zu geringe Hornhautdicke vorliegt.

Wellenfront-LASIK:

bei der Wellenfront-LASIK, die oft auch als „individualisierte“ oder „personalisierte“ LASIK bezeichnet wird, wird präoperativ das Auge mittels einer Wellenfront vermessen. Dabei werden in einem bestimmten Muster gleichgerichtete Laserstrahlen in das Auge gelenkt. Die entstehenden Reflektionen dieser Laserstrahlen werden wieder aufgenommen und der entstehende „Versatz“ der einfallenden zu den reflektierten Lichtstrahlen wird gemessen. Dieses Ergebnis bezeichnet man als „Aberrationen“. Diese können z.B. durch das Auftreten von Halos um Lichtquellen subjektiv sehr störend sein. Durch die Anwendung einer Wellenfront-LASIK kann man diese Phänomene beseitigen und damit ein optimales Ergebnis sowohl bei der Tages- als insbesondere auch bei der Nachtsehschärfe erzielen.

Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis mittels Femtosekundenlasertechnik):

Die Femto-LASIK-OP unterscheidet sich von der LASIK-OP dadurch, dass bei der Präparation des Hornhautdeckels ein Femto-Sekunden-Laser verwendet wird, der mit ultrakurzen Laserimpulsen die Hornhaut in einer beliebig vorgegebenen Tiefe eröffnet.

Femto-Lasik Ziemer-LDV2 Dies hat den Vorteil einer deutlich geringeren Schnittkomplikationsrate im Vergleich zum mechanischen Mikrokeratom. Ebenso konnte gezeigt werden, dass es postoperativ zu einer doppelt so starken Adhäsion des Hornhautdeckels kommt, als wenn der Hornhautschnitt mit einem mech-
anischen Mikrokeratom erfolgt wäre.

LASEK (Laser assistierte epitheliale Keratektomie) / PRK (photorefraktive Keratektomie):

Die LASEK/PRK ist gemäß den Richtlinien der Kommission für Refraktive Chirurgie Deutschland (KRC) grundsätzlich geeignet zur Beseitigung der:

Kurzsichtigkeit bis -6 Dioptrien,
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis -5 Dioptrien.

Zur Beseitigung der Weitsichtigkeit ist die LASEK/PRK grundsätzlich nicht geeignet!

LASEKBei der LASEK-/PRK-OP wird mittels Alkohol die oberste nur 50µm dünne Schutzschicht der Hornhaut aufgeweicht, mittels eines Hornhautspatels zur Seite geschoben und verworfen.

 

Daran schließt sich der eigentliche Hornhautdickenabtrag an (sog. „Oberflächenbehandlung“, vgl. mit Tiefenbehandlung/LASIK“). Bedingt durch den oberflächig entstandenen Hornhautdefekt ist es zwingend notwendig eine Schutzverbandskontaktlinse auf der behandelten Oberfläche zu platzieren, um entstehende Schmerzen auf ein Minimum begrenzen zu können.

Die Kontaktlinse wird ca. 4-5 Tage im Auge belassen, bis die Schutzschicht der Hornhaut unter der Verbandslinse wieder verheilt ist.

LASEK


Die postoperative visuelle Rekonvaleszenzzeit beträgt ca. 2½ bis 3 Wochen.

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